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letzte
Aktualisierung:
02.04.2012
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1843 hat es eine Woche lang jeden Mittag gebrannt, es waren
nur Ställe in der "Breiten Straße". Brandstifter soll ein
Mädchen oder ein Zimmermann gewesen sein. Beide suchten
zu dieser Zeit Arbeit. So wurden in Folge folgende fahrbare
Feuerspritzen angeschafft:
1. Pferdgespannte Handdruckspritze Bj. 1885/1890
2. Handgezogene Feuerspritzen, Baujahr 1889
die bis ca. 1936 in Betrieb waren. 1928 erfolgte der Postbau
mit 3 Wohnungen, ein Gerätehaus für die Feuerwehr und der
Anbau für wandernde Handwerksburschen. Das bis dahin vorhandene
Spritzenhaus, gebaut 1811, wurde abgerissen, und der Torbalken
wurde für das neue Gerätehaus verwendet.
Auf Betreiben des Bauern Hermann Tippe wurde am 29.Mai 1929
die Freiwillige Feuerwehr Miesterhorst gegründet. Als weitere
Gründungsmitglieder wurden genannt:
Adolf Schulz C.W. Trühe
Wilhelm Tippe Wilhelm Tippe
Adolf Könecke Adolf Schulz
Richard Bartels Adolf Zerling
Adolf Kampe Gustav Hellert
Adolf Gericke Fritz Schmidt
Hermann König Fritz König
Otto Schulz Chritoph Fehse
Da zu dieser Zeit auch ein Reitverein in Miesterhorst
bestand-hier waren die Söhne der grossen Bauern Mitglied,
war die Feuerwehr für Mittel- und Kleinbauern und deren
Knechte eine Pflicht, um bei Feuer die Löscharbeiten zu
übernehmen. Bei Gründung der Feuerwehr 1929 waren ca. 35
bis 45 Männer Mitglieder. Auch damals war das Eintrittsalter
schon 18 Jahre. Es gab aber auch Ausnahmen.
1934 wurde die Bezirksfeuerwehr gegründet. Dazu gehörten
die Ortschaften Mieste, Miesterhorst, Wernitz, Sachau, Siems
und Sichau.
"Das Dorf Mieste und wir haben uns später Motorspritzen
angeschafft, ebenfalls Feuerwehrautos. Bei uns waren früher
bei Feuerausbruch die Handwerker zuständig, weil sie immer
zu Hause waren. Wir hatten eine fahrbare Pferde- und eine
Kleinspritze zur damaligen Zeit. Bei Feuerausbruch mußten
3 Bauern anspannen. Einer fuhr die Spritze, zwei die Wasserwagen.
Andere Leute im Dorf waren mit Feuerwehrabzeichen am Arm
und Ledereimern ausgerüstet. bei Feuerausbruch in den Nachbardörfern
bekamen die Beteiligten eine Prämie."
(Auszug aus der Dorfchronik Miesterhorst von Adolf Schulz)
1936 wurde das erste Löschfahrzeug angeschafft , es war
ein Mercedes-Benz mit TS 4 Spritze. Diese Fahrzeug war bis
nach dem zweiten Weltkrieg im Einsatz. Es hat nach Bombenangriffen
auf Magdeburg und Braunschweig bei Löscharbeiten gute Dienste
geleistet.
Wie aber wurde ein Brand bis dahin gelöscht? Bei Ausbruch
eines Feuers mußten sich alle am Spritzenhaus einfinden,
und die Löschgeräte wurden ausgegeben. Drei Bauern (wie
im Auszug aus der Dorfchronik besagt) hatten die Spritze
und zwei Wasserwagen zu bespannen und mit Wasser zu füllen.
Dies geschah teils aus eigenen Brunnen oder aus dem Dorfteich
.
Um Wasser aus dem Dorteich zu bekommen, wurden die Jauchewagen
soweit rückwärts in den Teich gefahren, daß sie von allen
Seiten gefüllt werden konnten. Wer als erster mit Wasser
an der Brandstelle war, bekam eine Prämie von etwa 5 Mark.
Inzwischen war die Spritze bespannt und mit der Löschmannschaft
besetzt. An der ehemaligen Scheune von Hermann Schulz hing
an der Straßenseite eine lange Leiter für die Feuerwehr,
diese wurde ebenfalls zum Feuer gebracht.
Mit der Anschaffung des Löschfahrzeuges begann auch eine
intensive Ausbildung der Löschmannschaften. Wie berichtet
war jeden Monat einmal Dienst und alle hatten daran teilzunehmen.
So war z.B. der Feuerwehrmann Adolf Schulz damals 1. Maschinenmeister
und Fritz Heins Spritzenmann. Dieser Mercedes-Benz tat bis
Ende des Krieges seinen Dienst . Leider kann oder will niemand
über den Verbleib des Fahrzeuges Auskunft geben. Danach
mußten die Pferdebespannten- und Handkarrenspritzen bis
1961 wieder zum Einsatz kommen.
1961 kam der erste "Tragkraftspritzanhänger TSA" mit
einer leistungsstarken Spritze (800l Förderleistung) nach
Miesterhorst. Ab diesem Zeitpunkt übernahmen die LPG(P)
ung LPG(T) im wöchentlichen Wechsel den Vorspanndienst (Traktoren).
Leider sind alle alten Aufzeichnungen von 1929 bis 1958
durch Kriegswirren, Tod der Kameraden oder sonstige Umstände
verloren gegangen.
| 1975: |
als erste Frauen treten Marion Träger und Gudrun
Heinrichs (1996) in die Feuerwehr ein bis Mai 1982
erhöht sich der Frauenanteil auf 10 Kameradinnen |
| 1979: |
26. Mai feiert die Wehr ihr 50jähriges Bestehen
20. Juni Gründung der "Junge Brandschutzhelfer",
erster Leiter ist Kamerad Achim Wagner |
| 1980: |
wichtigstes Ereignis: FRITZ LIBBEROTH gibt nach
22 Jahren die Funktion des Wehrleiters an WOLFGANG
TRUTHE weiter |
| 1981: |
Anfang Januar bekamen wir ein gebrauchtes KLF-B1000
vom Rat des Kreises Klötze zugewiesen. Somit fiel
der Vorspanndienst für den TSA weg und die Einsatzbereitschaft
erhöhte sich enorm |
| 1984: |
vom 22.06.-24.06. wurde unser 55jähriges Bestehen
mit einem Volksfest würdig gefeiert |
| 1989: |
vom 27.05.-29.05. 3 tage Volksfest anlässlich des
60jährigen Bestehens der Feuerwehr |
| 1990: |
Anschaffung eines LO 2002 aus Beständen der NVA
bestellt "AG
Junge Brandschutzhelfer" wird in "Jugendfeuerwehr"
umbenannt
Kontakte zur Feuerwehr
Tiddische werden gepflegt |
| 1992: |
3 neue Feuerlöschbrunnen werden gebohrt |
| 1993: |
Kauf
des VW-Bulli von Tiddische
Großbrand in Miesterhorst,
Bergeraum der Agrargenossenschaft brennt nieder
Neugründung der Schalmeienkapelle
unter Obhut der Feuerwehr |
| 1994: |
Volksfest auf Grund des 65jährigen Bestehens
Auflösung des Wirkungsbereichs
Köckte, Eingliederung in Abschnitt IV Gardelegen,
Unterabschnitt VG Mieste |
| 1995: |
Beitritt zum Feuerwehrverband Gardelegen
3 Brunnen gebohrt |
| 1996: |
12.Oktober
erhalt des neuen TSF-W |
| 1999: |
Jahr steht ganz im Zeichen des 70jährigen Bestehens
Kauf von gebr. Funkmeldeempfänger |
| 2000: |
Umbau
bzw. Vergrößerung des Gerätehauses Einbau des verzierten
Balkens mit der Inschrift "Gott zur Ehr dem
nächsten zur Wehr" Fahnenweihe
am 17.06. und Übergabe des MTW (Opel Movano)
10 Jahre Partnerschaft
mit FFW Tiddische (Volksfest) |
| 2001: |
12.05.
Großbrand in der Breitenstrasse Übergabe
der neuen Schutzbekleidung an Atemschutzgeräteträger
nächtlicher Wohnungsbrand
in der Breitenstrasse fordert 1 Todesopfer |
| 2002: |
erstmalig
seit der Wende wieder Aufstellen eines Maibaumes
Einsatzteilnahme bei
Brand der Meldestelle Mieste
Sieg beim Fußballturnier
am 1.Mai |
| 2003: |
Wolfgang
Truthe gibt nach 23 Jahren Amtszeit seine Funktion
als Wehrleiter an Dirk Hasselberg weiter
Großeinsatz bei einem
Waldbrand bei Lenz, Teilnahme mit 24 Kameraden |
| 2004: |
Volksfest
anlässlich der 75 jährigen Bestehens der Wehr und
50 jähriges Bestehen der Schalmeienkapelle |
| 2005: |
Teilnahmerekord
(mehr als 100 Besucher) bei der Grünkohlwanderung
am 5.2. auf Grund der außerordentlich guten Organisation
durch die jetzige Männergruppe I Anschaffung
eines universell einsetzbaren TSA
zwei neue mobil Funkgeräte
werden besorgt |
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Die Wehrleiter
der Feuerwehr:
| Hermann
Tippe |
1929-1932 |
| Fritz
Gross |
1932-1937 |
| C.W.Trüe |
1937-1945 |
| Gerhard
Trüe |
1945-1958 |
| Fritz
Libberoth |
1958-1980 |
| Wolfgang
Truthe |
1980-2003 |
| Dirk
Hasselberg |
2003-
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